Meine Ausbildungszeit bei der WTD 71

Die Entscheidung in welche Berufsrichtung ich gehen möchte, fiel mir schwer. Für mich war aber klar, dass ich einen handwerklichen oder technischen Beruf erlernen wollte. Ich machte als erstes ein Praktikum als Möbeltischlerin, welches mir gut gefiel und bei dem ich sofort eine Zusage für einen Ausbildungsplatz erhielt. Doch einige Tage später erhielt ich einen Anruf von der WTD 71 aus Eckernförde, bei der ich mich auch beworben hatte. Daraufhin wurde ich zu einem Einstellungstest eingeladen. Um einen Einblick zu bekommen, entschied ich mich dazu, ein Praktikum in der Ausbildungswerkstatt der WTD71 zu machen. Es gefiel mir so gut, dass ich mich für den Beruf der Elektronikerin für Geräte und Systeme entschieden habe.

Mittlerweile bin ich am Ende des 1. Ausbildungsjahres mit zwölf weiteren Azubis, angelangt. Die Atmosphäre und das Arbeitsklima sind positiv. Positiv ist, dass man geregelte Arbeitszeiten, keine Überstunden und rechtzeitig Feierabend hat. Da es sich um eine Ausbildungswerkstatt handelt, ist es leichter sich zu verständigen und auszutauschen. Wir bekommen hier alles, was für den Beruf relevant ist ausführlich beigebracht und es wird darauf geachtet, dass alle den Stoff verstehen. Es gibt eine Jugend- und Auszubildendenvertretung, die sich einsetzt, wenn es  Probleme, Fragen oder Anliegen rund ums Thema Ausbildung gibt. Man hat die Möglichkeit, sich zur Wahl der Ausbildungsvertretung  aufzustellen und sich so sozial zu engagieren.

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Im ersten Ausbildungsjahr lernen wir das Basiswissen, wie zum Beispiel Leitungskennzeichnung, den Widerstandsfarbcode, Leitung zu biegen, Löten und bekommen eine Einsicht in die Metallwerkstatt. Ende des 1. Lehrjahres wird uns gezeigt, wie man Platinen von Anfang an selbst entwirft und einfache Schaltungen aufbaut. Im 2. Ausbildungsjahr kommen komplexere Schaltungen dazu und im 3. Lehrjahr haben wir die Gelegenheit, in den Arbeitsalltag der verschiedenen Fachbereiche der Dienststelle rein zu schauen. Ich würde jedem empfehlen, sich hier zu bewerben, weil es sich um einen sehr interessanten und individuellen Beruf handelt. Die Ausbilder sind sehr freundlich und immer bereit, Hilfestellungen zu geben.

Das Niveau der Ausbildung ist sehr hoch, doch mit Fleiß und  ein wenig Köpfchen ist das zu schaffen. Da unser Berufsbild weit gefächert ist, hat man nach der Ausbildung viele Möglichkeiten in die Berufswelt einzusteigen. Während der dreieinhalb jährigen Ausbildung werden uns hochwertige Werkzeuge, Arbeitsmittel und Geräte zur Verfügung gestellt. Die Ausbildungsvergütung ist höher als im Handwerk und man hat mehr Urlaub als Auszubildende in anderen Betrieben. Es gibt auch einen Wandertag im Sommer mit gemeinschaftlichen Grillen und im Winter ein Weihnachtsessen. Durch meine zwei Brüder, die ihre Ausbildung auch erfolgreich absolviert haben, weiß ich , dass es eine wirklich gute Ausbildungswerkstatt ist.

Jule Schütt