Ich bin Lars und 22 Jahre alt. Ich habe eine Ausbildung als Elektroniker für Geräte uns Systeme angefangen, weil ich nach der Schule noch nicht direkt studieren wollte und erstmal das Berufsleben ein wenig kennen lernen wollte. Für mich war zu dem Zeitpunkt klar, dass ich in eine mathematisch-/ technische Berufsrichtung gehen möchte. Durch meinen Bruder bin ich dann auf die WTD gekommen, da er hier bereits eine Ausbildung gemacht hatte.

Lars Seilbahn3 kl

In der Berufsausbildung hier habe ich eine Menge Leute kennen gelernt und neue Freunde gefunden. Es ist hier schon eine tolle Gemeinschaft in der wir arbeiten. Nur haben wir nicht so viel theoretischen Unterricht wie in der Schule, sondern wir arbeiten einen Arbeitsauftrag nach dem anderen ab. Zu bestimmten Schwerpunktthemen, wie „Widerstände“, „Kondensatoren“ oder „Transistoren“ haben wir auch mal theoretischen Unterricht (so genannte Unterweisungen) im Betrieb. Über diese Themen schreiben wir dann auch manchmal Tests.

Zu den Projekten ist zu sagen, dass sie die meiste Zeit hier beanspruchen. Im ersten Lehrjahr sind die Arbeitsaufträge noch sehr darauf bezogen wie man sein ganzes Werkzeug richtig benutzt (z.B. wie man richtig lötet oder wie man Leitungen abisoliert) aber auch schon Mitte des ersten Lehrjahres ätzt man seine ersten Platinen selbst und bestückt diese und baut so z.B. ein einfaches Netzteil und einen NF-Verstärker für Musik. Zu fast jedem Arbeitsauftrag muss dann auch noch eine schriftliche Ausarbeitung geschrieben werden. Dort werden dann Messergebnisse, Funktionsbeschreibungen, Bauteillisten und der gleichen erstellt.

Jeder Arbeitsauftrag und seine Ausarbeitung wird bewertet. Dabei kommt es besonders im ersten Lehrjahr auf Sauberkeit aber auch auf Funktionsfähigkeit an. Die Ausarbeitungen können wir an unseren Laptops schreiben, die uns gleich am Anfang die Ausbildung zugeteilt werden. Mit den Laptops werden auch die Ausbildungsnachweise geschrieben, in denen steht, was wir an jedem Tag gemacht haben.

Die Arbeitsaufträge werden von den Leuten natürlich verschieden schnell abgearbeitet. So arbeitet man immer mit den Leuten am engsten zusammen, die im ungefähr gleichen Tempo arbeiten. Wenn man dann zu irgendwas eine Frage hat, kann man immer die Ausbilder fragen.

Bei Berechnungen von irgend einer Schaltung kommt es eigentlich nur darauf an, dass man die richtige Formel aus einem Datenblatt oder aus dem Tabellenbuch heraus sucht und dann bei Bedarf diese Formel nach einer gewünschten Variable umstellt. Wenn man das richtig kann, dann hat man auch in der Berufsschule keine Probleme. Im dritten Lehrjahr ist man nicht immer in der Ausbildungswerkstatt, sondern wird in Fachbereiche der Dienststelle geschickt. Dort soll man dann die spätere Arbeit in dem Beruf ein wenig kennen lernen.

Man kann sich für seine Arbeitsaufträge Zeit lassen um alles richtig zu verstehen.  Wenn man gut ist, hat man hier gute Chancen seine Ausbildung auf 3 Jahre zu verkürzen.

Zu allem drum herum kann man sagen, dass die Ausbilder hier sehr nett sind, ein gutes Ausbildungsgehalt bekommt und man immer rechtzeitig um 15.30 Feierabend hat.