3D-Drucker Vergleich

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Foto: ABW-Eckernförde, Verschiedene 3D-Drucker

Die Geräte (von links nach rechts):

Eigenbaugerät "Aluprofil"

Bausatz Velleman K8200 - Kjell

Eigenbaugerät "Mendel 2"

Bausatz Velleman K8400 - Lena

 

Eigenbaugerät "Aluprofil"

Dieser 3D Drucker wurde nach dem "Mendel 2" Drucker gebaut. Die Idee hinter dem Projekt war: Redundanz bei Ausfall von Gerät "Mendel 2", größeres Druckvolumen insbesondere in der Höhe (Z-Achse), 230x230x230mm.

Der Rahmen besteht aus Alu Nuten Profil in das sich Muttern zur Befestigung von Bauteilen einschieben lassen. Die X/Z-Achse wurde bis auf die Befestigungen am Aluprofil aus dem "Mendel 2" übernommen.

Die Achsen für das Heizbett wurden auf 10mm Durchmesser vergrössert um die Vibrationsneigung bei schnelleren Druckgeschwindigkeiten zu verringern.

Für den Extruder-Schlitten wurden Gleitlager verwendet, Vorteil: kein Schmierstoff auf der X-Achse -> an den Fingern -> auf dem Druckbett.

Beheiztes Druckbett aus Zement-Leistungswiderständen ca. 12V, 120W, angesteuert mit Mosfeet Endstufe.

Schittmotoren NEMA 17 - baugleich "Mendel 2".

 

 Bausatz Velleman K8200 - Kjell

In der Ausbildung habe ich mit 3D Druckern gearbeitet, darafhin wollte ich mir auch einen Drucker zulegen. Ich habe viele Modelle verglichen und mich für den Velleman K8200 entschieden. Bei diesem Modell fand ich das Preis/Leistungs-Verhältnis am besten.

Für, zu dem Zeitpunkt, knapp 450 Euro gab es den Bausatz zu kaufen. Vorteil des Bausatzes ist, dass man preisgünstiger an solch ein Gerät kommt. In dem man alle Teile selbst im Internet besorgt könnte man noch ein bisschen sparen, doch der Aufwand ist auch wesentlich höher.

Die Bauanleitung ist sehr detailliert und macht den Zusammenbau leicht verständlich. Nach einigen Stunden Arbritszeit war der Drucker einsatzbereit.

Nach dem Aufbau sind mir ein paar Schwachstellen am Gerät aufgefallen. Beispielsweise ist die Aufhängung der Schrittmotoren mit den mitgelieferten Winkeln nicht perfekt. Das Heizbett kann mit dem mitgelieferten Netzteil nicht über 60°C aufgeheitzt werden. Der Drucker kann nur mit einem Rechner betrieben werden.

Ich habe ein paar Veränderungen vorgenommen , zum Beispiel die Aufhängung des Z-Achsen-Motors durch ein gedrucktes Teil ersetzt, ein seperates Netzteil für das Heizbett angeschlossen und ein Display mit einem Speicherkartenleser angebracht um den Drucker ohne extra Rechner betreiben zu können.

Es gibt noch einige Dinge die man verändern könnte, ich kann jetzt aber gute Druckergebnisse mit ABS und PLA Filament erzielen.

Der Druckbereich ist 200x200x180mm.

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Foto: ABW-Eckernförde, Eigenbau-Drucker "Aluprofil", Velleman K8200

 

 Eigenbaugerät "Mendel 2"

 Unser Eigenbaugerät "Mendel 2" entstand Ende 2011. Es gab einen Bericht im Internet.

Der Rahmen des Druckers besteht aus Gewindestangen M8, 3D gedruckten Kunstoffteilen, M8 Muttern und Scheiben und ist ohne Spezialkentnisse zusammenzubauen.

Das Heizbett wird mit 12V betrieben und hat eine Leistung von 120W. Die Energieversorgung ist mit einem "alten" PC Netzteil realisiert.

Über die Jahre hat der Drucker täglich mehrere Stunden gearbeitet und einige Düsen verbraucht. Die Kugellager und Führungsstangen sind regelmäßig zu schmieren.

Die Zahnräder des Extruders unterliegen leichtem Verschleiss und sind regelmäßig zu ersetzen.

Die Druckfläche beträgt 230x230mm, die Druckhöhe 100mm.

 

Bausatz Velleman K8400 - Lena

Nachdem mein Entschluss feststand einen 3D Drucker zu kaufen habe ich Gespräche mit 3D Drucker Besitzern geführt um meine Wahl zu treffen.

Von Anfang an stand für mich fest einen Bausatz zu kaufen, da hochwertige Fertiggeräte zu kostenaufwändig für den privaten Einsatz sind.

So kam ich auf den Velleman K8400 den Nachfolger des K8200, der Grund der war das weitgehend geschlossene Gehäuse und die Möglichkeit einen zweiten Extruder nachzurüsten.

Ein weiterer Vorteil ist nach meiner Meinung das die Z - Ebene nur nach unten bewegt wird und die Düse in X und Y Richtung.

Der Druckbereich beträgt mit zwei Düsen 180x180x200mm.

Der Bausatz des K8400 wird ohne Heizbett geliefert, somit lässt sich nur PLA Material drucken, kein ABS oder flexibles Material.

Aus diesem Grund habe ich ein Heizbett nachgerüstet, Materialkosten ca. 15 Euro. Das Heizbett ist in der Software vorinstalliert und kann nach Anschluss sofort benutzt werden.

Zusammenfassend kann man sagen, dass mit dem Kauf dieses Bausatzes für 549 Euro einen preiswerten und soliden 3D-Drucker geliefert bekommt, der sich auf eigene Ansprüche umrüsten lässt.

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Foto: ABW-Eckernförde, links: Eigenbaugerät "Mendel 2", rechts: Velleman K8400