Ferngesteuerter  " LKW "

Angefangen bei der Karosserie und dem Fahrgestell, bis hin zur Steuerelektronik, wurde alles in der Ausbildungswerkstatt der WTD71 erstellt und bearbeitet. Die Einzelteile der Karosserie wurden in der Metallwerkstatt durch Drehen, Fräsen und Bohren hergestellt. Als die Karosserie fertig war und die Motoren eingebaut waren, wurde durch Auszubildende des 1.Ausbildungsjahres der LKW weiter mit der dazu gehörigen Elektronik ausgestattet. Geplant war, dass der LKW verschiedene Geschwindigkeiten fahren und gelenkt werden kann. Eine Beleuchtung und ein Diesel-Motor-Geräusch, sowie ein Signalhorn waren weitere Planungen.

Karosserie

Foto: ABW-Eckernförde 

Die Steuerung des LKW´s sollte über eine Funkfernbedienung (2,4GHz) erfolgen, wie man sie auch aus dem Modellbaubereich kennt. Der Servomotor ist für die Lenkung, wird direkt vom Empfänger angesteuert und mit Strom versorgt. Zudem sollen die Fahr-Motoren stufenlos geregelt werden. Dazu mussten Motortreiber installiert werden, um die Antriebs-Motoren auch stufenlos ansteuern zu können. Die Ansteuerung der zwei Motortreiber übernimmt ein Mikrocontroller, der die Steuersignale vom Empfänger auswertet und dementsprechend die zwei Motortreiber, je nach Knüppelstellung an der Fernsteuerung, ansteuert.

Fertig LKW

Foto: ABW-Eckernförde  

Um die Beleuchtung zu ermöglichen, war die Herstellung einer Steuerplatine notwendig. Von dieser Platine wird die komplette Beleuchtung des LKW´s wie Abblendlicht, Fernlicht, Rücklicht und Signalleuchten auf dem Dach angesteuert. Die Ansteuerung der LED`s erfolgt über einen zweiten Mikrocontroller mit einer Transistorendstufe. Die Programmierung der Mikrocontroller wurde auch vom 1. Ausbildungsjahrjahr übernommen. Der Mikrocontroller wertet die Steuersignale vom Empfänger aus und steuert die entsprechenden LED`s an. Dadurch benötigt man für die gesamte Beleuchtung nur einen Schalter. Je nachdem wie lange man den Schalter betätigt, werden verschiedene Beleuchtungsprogramme aktiviert.

 Schaltung1

Foto: ABW-Eckernförde 

Die eigentliche Stromversorgung erfolgt über zwei parallel geschaltete Bleiakkus (12V Nennspannung). Da die Akkuspannung von 14,2V (Voll) bis 10V (Leer) schwankt und die LED`s, Mikrocontroller und der Empfänger eine konstante Spannung benötigen, wurden zwei Spannungsregler eingebaut, die die Akkuspannung auf konstante 5V runter regeln. Die Motoren werden direkt über den Motortreiber von den Bleiakkus mit Strom versorgt. Das Dieselgeräuschmodul sowie die Sirene werden ebenso direkt von den Bleiakkus mit Strom versorgt. Zudem wurde, um das Laden der Akkus zu erleichtern, eine Ladebuchse eingebaut, so dass die Akkus zum laden nicht mehr ausgebaut werden müssen.

 Schaltung2

Foto: ABW-Eckernförde 

In der aktuellen Ausbaustufe wurde das Diesel-Motor-Geräusch- und das Signalhorn-Modul  installiert. Für das Dieselgeräusch haben wir einen Lautsprecher in dem LKW montiert. Dieser wird über eine gesonderte Platine gesteuert, sobald der LKW eingeschaltet wird, läuft das Diesel-Motor-Geräusch. Das Signalhorn wird über eine Transistorendstufe vom selben Mikrocontroller wie die Beleuchtung geschaltet.